Das Koran

Warum werden sie nicht Moslem?

Eine Leserin schreibt uns:

1. Wenn ich Sie richtig verstehe, akzeptieren Sie den Koran als eine Botschaft von Gott und erkennen die Qualität des Propheten Mohammed an. Warum werden Sie nicht einfach Moslem?
2. Nun sagen sie auf Seite 230 “Gott wollte, dass seine koranische Offenbarung eine offene Tür und ein Durchgang zur Bibel ist”. Dies erweckt bei mir den Eindruck, dass Sie die Moslems dazu einladen, sich zum Christentum zu konvertieren oder habe ich es missverstanden?
3. Oder ihr Versuch einer Annäherung Bibel / Koran scheint eher ein cleverer Trick, um das Christentum und seine Dogmen zu rechtfertigen, was sie in der Tat tun, weil keiner in Frage gestellt wird, im Gegenteil sogar vom Koran bestätigt! Sie befinden sich in der Position von Manipulatoren.
4. Oder es gibt eine dritte Alternative, die ich nicht verstanden habe und in diesem Fall wäre ich wirklich sehr dankbar, wenn Sie es mich erklären könnten.

Liebe S.,

Unsere Mission besteht darin, die Einheit der biblisch-koranischen Botschaft zu bezeugen, und zwar für die Herzen guten Willens und guten Glaubens von allen Riten und Konfessionen ohne Fanatismus oder Scheinheiligkeit.
Wir laden nicht nur Muslime, sondern auch Juden, Christen und andere ein, die heiligen Schriften zu kennen. Gott warnt uns in der Tat:

“Unter den Menschen gibt es manch einen, der in seinem Unverstand ohne Rechtsleitung und erleuchtete Schrift über Gott streitet.” (Koran 22; Die Wahlfahrt, 8)

“Jede von Gott eingegebene Schrift ist auch nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit so wird der Mensch Gottes zu jedem guten Werk bereit und gerüstet sein.” (2 Timotheus 3,16-17)

Es sind die heiligen Schriften, die nicht nur die Dogmen rechtfertigen, gemäss Ihrer Aussage, aber sie mehr noch bestätigen.

Jeder, der objektiv und ohne Vorurteile die Bibel und den Koran liest, wird sich der Parität der beiden Botschaften und der beiden Inspirationen bewusst werden und in Weisheit und Einsicht wachsen. (Wir empfehlen Ihnen, den Text “Glaubensbetrachtung des Korans” zu lesen und nochmals zu lesen und zu vertiefen).

Der Koran selbst bezeugt, dass es ein Tor zur Bibel ist:

“Sagt zu den Leuten der Schrift (Bibel): Ihr stützt euch auf keine feste Grundlage solange ihr nicht die Thora und das Evangelium haltet” (Koran 5; Der Tisch, 68).

“Du wusstest weder, was die Schrift (Bibel) noch was der Glaube ist. Wir haben sie jedoch zu einem Licht gemacht, mit dem wir rechtleiten, wen von unseren Dienern wir wollen” (Koran 42; Die Beratung, 52).

Sie fragen uns, warum wir keine Moslems werden?

Da wir an die Offenbarung des Korans und der Bibel glauben, sind wir es bereits:

“Ihr Gläubigen, glaubt an Gott und seinen Gesandten (Mohammed) und die Schrift, die er auf seinen Gesandten herabgeschickt hat (der Koran), und die Schriften, die er schon früher herabgeschickt hat (die Bibel). Wer an Gott, seine Engel, seine Schriften (Altes und Neues Testament und Koran), seine Gesandten und den jüngsten Tag nicht glaubt, ist weit abgeirrt” (Koran 4; Die Frauen, 136).

Und dafür bescheinigt der Koran, dass wir eine doppelte Belohnung erhalten:

” Diejenigen, die die Schrift (die Bibel) erhalten haben, noch ehe er da war (vor dem Koran), glauben an ihn. Und wenn er ihnen verlesen wird, sagen sie: Wir glauben an ihn. Es ist die Wahrheit von unserem Herrn. Wir waren Muslime, noch ehe er da war…. Die erhalten ihren Lohn doppelt dafür, dass sie geduldig waren…” (Koran 28; Die Erzählung, 52-54).

Und wir sind auch Christen, weil wir erkennen, dass Jesus der einzige Messias ist, wie die Bibel und der Koran es bezeugen (Siehe z.B. Matthäus 16, 13-20 / Johannes 1: 45 / Koran 3, Imrans Familie, 45 / Koran 4, Frauen, 171 usw.).

Aber wir sind vor allem und glücklicherweise Unabhängige Gläubige. Die Fanatiker aller Seiten sollen uns doch das Label hinhalten, das sie wollen!

Wir aber, wir fühlen uns betroffen durch den Ruf Gottes, des Messias, der Propheten, Mohammed und der Jungfrau Maria. Wir reagieren darauf, indem wir die Lehren und Prophezeiungen der Bibel, des Korans und der Hadith aufweisen, besonders jene, die das Ende der Zeiten, die heute vor unseren Augen geschehen, betreffen.

Die dritte Alternative, von der sie sprechen, besteht also darin, im Geist aufzusteigen, um die Absicht Gottes zu erfassen. Man soll über den Buchstaben hinweggehen und sich zum Geist erheben. Es ist eine Anstrengung, die Juden, Christen und Muslime machen sollten.
Es geht heute darum, Kulte, Riten und Religionen zu überholen und sich in der Anbetung Gottes in “Geist und Wahrheit” zu finden (Johannes 4,24).
Das ist der Plan Gottes.

Das Erscheinen des Antichristen, des Staates Israel, von Jesus und Mohammed angekündigt, wird diesen heilsamen Prozess für alle beschleunigen.

Für Menschen, die nach Wahrheit dürsten, ist alles auf unserer Website zu finden.
Jeder soll in seiner Seele und seinem Gewissen beurteilen.

Die 5 Pfeiler des Islams

Dieselbe Leserin antwortet:

Ich bin sehr zufrieden und danke Ihnen für Ihre Antwort. Ich glaube, wirklich Ihren Standpunkt besser begriffen zu haben, der ganz originell, aufrichtig und durch Erhebungsbestrebungen, die ich nur loben kann, begründet ist!
Ich habe also wirklich verstanden, um Ihre Wörter zu wiederholen: “Es geht heute darum, Kulte, Riten und Religionen zu überholen und sich in der Anbetung Gottes in “Geist und Wahrheit” zu finden. Trotzdem und in meinem rein persönlichen Fall, kann man sich nicht mit einem rein geistigen Weg begnügen, denn was wäre sonst die Meinung der Werke, die in den Schriften so gepriesen werden?

Sie rechtfertigen die Dogmen durch die Schriften, das ist auch für die Werke der Fall. Man kann nicht sagen “wir sind schon Moslem” und eine doppelte Belohnung erwarten, ohne die 5 Pfeiler zu beachten (Gebete, Fasten, Almosen, u.s.w.). Dies wäre, gegenüber denjenigen, die an die Einheit und an alle Botschaften glauben, und die sich zudem Gebete von 03.30 Uhr bis 21.16 Uhr aufladen, 30 Tagen des Fastens u.s.w., nicht gerecht. Oder man ist Moslem nur von Herzen… und das wäre ein wenig zu leicht, oder! Ich denke, dass Gott mehr als nur den Geist von uns erwartet, sonst hätte er uns nicht Fleisch gemacht.
Ich bin also bezüglich der Einheit der Botschaft, der Gläubigen, völlig einverstanden, aber vertrete bezüglich der Handlungen eine andere Meinung.
Ich liebe aber Ihren Status als unabhängige Gläubige. Ich liebe die alternativen Bewegungen (ich bin es auch, aber nicht in der Praxis, wie Sie es verstanden haben, sondern in meiner Seele). Solange es ihnen passt, sie dabei glücklich sind und es ihnen ermöglicht zu wachsen und sich zu erheben, sage ich Amen. Gott führt, der er will, wie er will. Glauben wir alle zusammen, erheben wir uns und yay! “Eines Tages wird Gott uns darüber informieren, warum er uns geteilt hat”.
Ich wünsche Ihnen einen sehr schönen und ebenfalls glücklichen geistigen Weg. Mögen wir uns eines Tages kreuzen, in diesem Leben oder im anderen.
In allen Fällen noch bravo für Ihre Arbeit!
Freundschaftlich
S.

Liebe S.

Ihre aufrichtige Antwort hat uns gefallen.
Sie sind eine Unabhängige Gläubige in der Seele. Das spricht uns an.

Und wenn wir uns besser verstehen werden, werden Sie auch sehen, dass wir sehr nahe sind.
Die Handlungen sind für uns ebenfalls grundlegend.

Kurzer Text (übersetzt) entnommen aus http://islamfrance.free/pilier.html.

Die fünf Pfeiler des Islams sind uns von Gott durch seinen Propheten Mohammed, Friede und Gruss ruhen auf ihm, weitergegeben worden, wie es Ibn ‘Uma überliefert (Auszug von Sahih Al-Bukhari – Band 1, Buch 2, Nummer 7-): Der Gottesprophet hat gesagt:

“Der Islam wird auf diesen fünf Prinzipien aufgebaut:
– Zu bezeugen, dass kein anderer als Gott angebetet werden kann und Mohammed der Prophet Gottes ist,
– das obligatorische Gebet auszuführen,
– während des Monats Ramadans zu fasten,
– obligatorische Zakat (Almosen) zu bezahlen,
– Hajj auszuführen (Wallfahrt nach Mekka).”

Die Unabhängigen Gläubige bezeugen den ersten Punkt: Kein anderer als Gott kann angebetet werden und Mohammed ist der Gottesprophet.

Das Gebet:
Die täglichen Gebete errichten die Seele zu Gott und helfen uns, in Kommunion mit Ihm einzutreten. Diese Gebete sind ein Schwung der Seele zu Gott. Wenn Sie jemanden lieben, setzen Sie nicht einen Zeitplan, um ihm Ihre Liebe zu bezeugen. Sie machen es, wenn es spontan kommt, an irgendeiner Stunde.
Mit der Zeit und der Erfahrung, wird das Gebet ein beständiger Zustand. Wir sollten alle bestrebt sein, durch die Gnade Gottes zu diesem Stadium zu gelangen. Durch die Gnade Gottes ist unser ganzes Leben ein Gebet geworden.

Wir müssen uns also nicht mehr Zeitpläne oder Formeln oder Orientierung des Körpers zu einem heiligen Ort respektieren. Das war vermutlich zur Zeit des Propheten Mohammed von Bedeutung, als es wichtig war, Personen im Geist zu erheben, die an einem strukturierten Kult der Götzen gewöhnt waren.

Das war also eine Pädagogik wie erklärt in “Glaubensbetrachtung des Korans” (Kapitel 3.3. die göttliche Pädagogik in der Inspiration).
Gott ist überall und er will “in Geist und in Wahrheit angebetet werden”.

Hier einige Botschaften von Gott an Pierre2 (siehe Fragen – Antworten “Können Sie uns zu sagen, wie Sie beten?):

15.12.1995: “Das Beste Gebet besteht darin, in den Plan Gottes einzutreten.”
17.03.1997: “Wissen, wie man mit Gott redet und wissen, wie man auf Ihn hört. Viele Menschen wissen nicht, ausser der durch andere formulierte formelle Gebete, wie sie zu Gott reden sollen. Und so wenige wissen, wie man auf Ihn zuhört”.
29.11.1989: Das Gebet ist eine Kunst, es ist nicht jedermann Sache zu wissen, wie man betet. Man verwechselt oft zwischen Inbrunst und Anstrengung, Gebet und Kultus. Inbrünstig beten bedeutet nicht im Gebet gespannt zu sein. Wir müssen lernen inbrünstig zu beten, aber ohne Spannung und ohne Falten. Leidenschaftlich beten, aber in der Ruhe und ohne Gesicht voller Falten. Das Gebet ist eine Symphonie, die man ruhig, friedlich spielen soll, wie fliessendes Wasser, welches wie ein Fluss mit klarem Wasser gerade zum Ziel geht. Das Gebet ist eine Kunst, und man muss wissen wie zu beten, deshalb fragten die Apostel Jesus: “Herr lehre uns zu beten” (Lukas 11,1).
Ich will, dass ihr gross seid. Man muss die Spannung in Zärtlichkeit umwandeln. Die Spannung kommt vom Teufel.
Je zärtlicher wir sind, umso besser beten wir. Unser Vater kann der Zärtlichkeit nicht widerstehen. (Doris)
Der “gute Dieb” hat Christus mit einem zärtlichen Blick auf dem Kreuz berührt: “Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst”, sagte er ihm mit Tränen der Liebe und des Bedauerns über seine Sünden in den Augen (Lk 23,42). Das Herz Christi war sofort berührt: “Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein” (Lukas 23,43).

Das Fasten:
Das von Gott gewollte Fasten wird gut in “Glaubensbetrachtung des Korans” erläutert “Glaubensbetrachtung des Korans” (Kapitel 3.2 Die Suche nach dem geistigen Sinn des Textes).

Das Almosen:
Wir sind für das Almosen und betreiben es, indem wir aufmerksam auf die Bedürfnisse jedes einzelnen sind, entsprechend dem was Gott uns inspiriert.
Der Prophet Mohammed und Jesus haben das Almosen befürwortet.

Die Wallfahrt nach Mekka:
Die schönste Wallfahrt ist diejenige, wo wir Gott in uns begegnen. Da wartet Er auf uns.
Das verhindert diejenigen nicht, die es wünschen, die Wallfahrt nach Mekka oder woanders zu machen.

In allen diesen Handlungen ist es also grundlegend, vom Buchstaben zum Geist überzugehen, wie uns der Koran und das Evangelium dazu ermutigen. Wir annullieren diese Werke also nicht, wir geben ihnen ihren ganzen geistigen Wert, indem wir uns auf das Hauptsächliche fokussieren, wie von Gott gewollt und vom Koran und den Heiligen Schriften bezeugt:

“Aber es gibt welche, die Gott nur dem wörtlichen Sinn nach dienen. Wenn ihnen etwas Gutes beschieden wird, beruhigen sie sich dabei; wenn sie aber von einer Prüfung heimgesucht werden, fallen sie in dieser und in der anderen Welt auf das Gesicht. Das ist ein offensichtliches Verderben” (Koran 22; Die Wallfahrt, 11).

Wir finden dieselbe Warnung im Evangelium in einem anderen Stil wieder:

“Er hat uns fähig gemacht, Diener des Neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.” (2 Korinther 3,6)

Wir beten für Sie, liebe S.
Lesen Sie unsere Website weiter. Sie wird Ihnen helfen, die Heiligen Schriften und den Koran zu vertiefen, um die Gottesabsicht zu ergreifen.

Und dann, sollten wir unsere Gebete zusammen gegen Al Massih al Dajjal, der Antichrist, das Tier der Apokalypse aus, der sich in Palästina niedergelassen hat, richten. (siehe “Der Antichrist im Islam”, “Der Schlüssel zur Apokalypse (Offenbarung)” et “Die Offenbarung gemäss Mohammed”)

Gott erwartet uns in diesem gesegneten Kampf.

Möge Gott Ihr Leben erleuchten und Sie in allem unterstützen.

Fragen zum Koran

Ein Leser stellt uns folgende Fragen:

A) Wie erklären Sie den Vers, der besagt, dass Issa (Jesus) prophezeit hat, nach ihm komme ein Prophet mit dem Name Achmed (Koran 61; Schlachtlinie, 6)?

B) Was sagen Sie über die “erzählte Diskussion” des Propheten Mohammed, der sagt “dass bei seiner Rückkehr der Messias das Kreuz zerschlagen wird und das Schwein töten wird”?! Falls er also das Kreuz zerschlagen wird, dann ist der Glaube an die Erlösung nichts wert!

C) Warum verleugnen Sie die Pilgerfahrten? Glauben Sie, dass es Abraham war, der die heilige Kabaa gebaut hat? Und glauben Sie, dass Mohammed aus der Nachkommenschaft Ismaels, Sohn Abrahams, kommt?

  1. Dieser von Issa (Jesus) angekündigte Prophet weist nicht nur auf Mohammed hin, sondern auch auf den von Mohammed angekündigten Mahdi, dieser Mahdi, der den Antichrist (Al Massih al Daschal) ankünden muss. Dieser Daschal wurde bereits durch den Mann denunziert, der von Gott die Mission erhalten hat die Identität des Tieres der Apokalypse (Wahsch Sifr al Ro’ja”: Israel), welches von dem zweiten Tier (die USA) unterstützt wird, zu offenbaren. Den Text lesen: “Al Massih al Daschal fil Islam” (“Der Antichrist im Islam”). Allah wa Akbar!!
  2. Erstens ist diese erzählte Diskussion wahrhaftig! Zweitens bedeutet die Tatsache, dass der Messias bei seiner Rückkehr das Kreuz zerschlagen wird, dass er nicht ein zweites Mal gekreuzigt wird, sondern dass er diejenigen, die ihn gekreuzigt haben, zerschlagen wird.
    Deshalb ist der Glaube an die Erlösung ewig!
  3. Wir sind weder die Leute der Bibel, noch die Leute des Korans!
    Wir sind vom Geist der Bibel und vom Geist des Korans und von deren Absicht und von denen, die von Gott die Weisheit bekommen haben.
    Bitte stellen sie diese Fragen an ihren Leute. Alle unsere Antworten befinden sich auf der Website www.pierre2.net…

Der Schleier im Islam

Das sind die Schlüsselverse im Koran bezüglich des Schleiers:

Koran 24; das Licht, 30-31: “Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen und dass sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen, bis auf das, was davon sichtbar sein muss, und dass sie ihre Tücher über ihre Busen ziehen sollen und ihre Reize vor niemandem enthüllen als vor ihren Gatten…”

Koran 33; die Verbündeten, 53,55,59: “Und wenn ihr sie (die Frauen des Propheten) um etwas bittet, das ihr benötigt, dann tut das hinter einem Vorhang! Auf diese Weise bleibt euer Herz und ihr Herz eher rein… Es ist keine Sünde für sie (ohne Vorhang oder Scheidewand mit Männern zu verkehren), wenn es sich um ihren Vater, ihre Söhne, ihre Brüder, die Söhne ihrer Brüder und die Söhne…handelt. Prophet! O Prophet! sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Tücher tief über sich ziehen. Das ist besser, damit sie erkannt und nicht belästigt werden”.

Koran 33; die Verbündeten, 32-33: “Ihr Frauen des Propheten… bleibt in eurem Haus, und prunkt nicht wie in den Zeiten der Unwissenheit…”

Nirgends steht geschrieben, die Frau soll der Kopf verschleiern. Wie es dieser (Französisch) wirklich erklärt, hatten die Frauen, die, vor der Zeit Mohammed, von ihren Männern abgelehnt wurden, kein Einkommen mehr und wurden Sklaven. Sie gingen auf den Strassen mit enthüllten Brüsten spazieren, wie die Frauen bestimmter Stämme Afrikas heute noch. Es war das Zeichen, dass sie Sklaven waren und sich irgendwem hingeben konnten. Mohammed befreit sie, indem er ihnen sagt: Legt einen Schleier auf eure Brust. Ihr seid jetzt nicht mehr Sklaven. Ihr seid freie Frauen.

Der Schleier im Islam: Ce que dit le Coran (par le docteur Mahmoud Azab)

Ein Leser hat auf den oben geschriebenen Text reagiert und fragt uns:

Ich habe auf Ihrer Webseite einige Ihrer Bemerkungen über den Islam gelesen, es ist sehr interessant, insbesondere was den islamischen Schleier angeht. Aber ich präzisiere, dass es ein Hadith gibt, welcher besagt, dass die Frau nach der Pubertät nur ihr Gesicht und ihre Hände zeigen darf, was meinen sie dazu?

Die Botschaft des Propheten Mohammed als er im Koran vom Tuch spricht, ist zweifach:
(Das Wort Tuch ist auf Deutsch schlecht übersetzt. Je nach Vers bedeutet es Vorhang, geistiger Schleier, Schleier geographischer Entfernung, Mantel oder breites Kleid):

Mohammed befreit die Frauen, die von ihren Ehemännern abgelehnt wurden und / oder Sklaven waren, die mit nackten Busen durch die Strassen gingen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Er befreite sie, indem er ihnen sagt: “Bedeckt eure Busen, ihr seid jetzt nicht mehr Sklaven.” Er gibt ihnen ihre Würde zurück. Es ist daher eine Botschaft der Befreiung
(siehe die Verse auf der Website Fragen – Antworten, “Der Schleier und die innere Reinigung” und der beigefügte Artikel).

Er empfiehlt Männer und Frauen anständig in der Kleidung zu sein und vor allem das “Kleid der Frömmigkeit” anzuziehen. Mohammed sagt: “Ihr Kinder Adams! Wir haben Kleidung auf euch herabgesandt, dass sie eure Scham verberge, und Schmuck. Aber die Kleidung der Gottesfurcht, die ist besser. Das ist eines von den Zeichen Gottes” (Koran 7; Al’Araf, 26).

Durch diesen letzten inspirierten Vers wiedergibt uns Mohammed die tiefe Absicht Gottes, wenn er anderswo über den Mantel, das breite Kleidungsstück usw. spricht.

In den Heiligen Büchern darf man sich niemals an das Wortwörtliche klammern. Es ist notwendig, sich dem spirituellen Sinn des Textes und der Absicht Gottes im Licht der Gesamtheit der biblisch-koranischen Inspiration anzuschliessen.

Der Hadith, der von den Frauen verlangt, sich vollständig den Körper zu bedecken mit Ausnahme der Hände und Gesichter muss ebenfalls im geistigen Sinne verstanden werden: Sei anständig und vor allem ziehe über den ganzen Körper das “Gewand der Frömmigkeit” an.

Ausserdem gibt es einen Hadith (Sahih El Bukhari), der erwähnt, dass die Frauen sich zur Zeit des Propheten Mohammed und des Kalifen Abu Baker und zur Zeit von Omar Bin Al Khattab zur Vorbereitung auf das Gebet im gleichen Pool wie die Männer wuschen. Somit waren ihre Gesichter, Haare und Arme zum Zeitpunkt des Waschens entdeckt.

Bleibt man auf der Ebene der wortwörtlichen Auslegung, besteht einen Widerspruch zwischen den beiden erwähnten Hadithen.

Alle wortwörtlichen Interpretationen sind abzulehnen, denn:

“Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig” (2 Korinther 3,6).

Wie immer sind sich Jesus und Mohammed einig.

Zusammenfassend, der Schleier ist derjenige des Herzens. Religiöse Kleidung ist die des Geistes. Es sind das Herz und die Gedanken, die gereinigt werden müssen. Darum spricht Mohammed Männer und Frauen an und sagt:

“Sag den gläubigen Männern, sie sollen ihre Augen niederschlagen, und ihre Keuschheit bewahren. So halten sie sich am ehesten sittlich. Gott ist wohl darüber unterrichtet, was sie tun. Und sag den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Augen niederschlagen, und ihre Keuschheit bewahren, den Schmuck, den sie tragen, nicht offen zeigen, soweit er nicht sichtbar ist, ihren Schal sich über den Schlitz ziehen…” (Koran 24; Das Licht, 30-31)

Mann und Frau sind zur Keuschheit und Reinheit des Herzens berufen.

Das ist die geistige Bedeutung der Texte zum Schleier. Was in unserem Text auf der Website “Glaubensbetrachtung des Glaubens”, Kapitel 3.2 “Die Suche nach dem geistigen Sinn des Textes” gesagt wurde, gilt sowohl für die Beschneidung, Fasten, Opfer, Pilgerfahrt als auch für den Schleier. Dies sind “allegorische” Symbole, die geistige Realitäten entsprechen (siehe Koran 3, Die Imran Familie, 7). Lesen Sie diesen Text erneut und vertiefen Sie ihn.

Mit viel Liebe, sagen wir unseren moslemischen Schwestern, die den Schleier tragen, was Paulus den Galatern über das Gesetz Moses (Vorschriften folgen) sagte:

“Mohammed hat euch befreit, damit ihr frei bleibt”.

Paulus sagt:

“Christus hat euch befreit, damit ihr frei bleibt. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen! Hört, was ich, Paulus, euch sage: Wenn ihr euch beschneiden lasst, wird Christus euch nichts nützen. Ich versichere noch einmal jedem, der sich beschneiden lässt: Er ist verpflichtet, das ganze Gesetz zu halten. Wenn ihr also durch das Gesetz gerecht werden wollt, dann habt ihr mit Christus nichts mehr zu tun; ihr seid aus der Gnade herausgefallen. Wir aber erwarten die erhoffte Gerechtigkeit kraft des Geistes und aufgrund des Glaubens. Denn in Christus Jesus kommt es nicht darauf an, beschnitten oder unbeschnitten zu sein, sondern darauf, den Glauben zu haben, der in der Liebe wirksam ist.” (Galater 5,1-6)

Dieser Text lässt sich sowohl auf den Schleier als auch auf jede enge religiöse Vorschrift anwenden.

Der Schleier und die innere Reinigung

Um das Thema des Schleiers zu vertiefen (siehe FAQ – Die universelle Wiederherstellung, ‘Der Schleier im Islam’), erwähnen wir hier noch einige biblisch-koranische Verse, welche die geistige Interpretation des Schleiers und aller anderen religiösen Vorschriften unterstützen. Zuerst sollte man aber die Texte auf der Webseite “Glaubensbetrachtung des Korans”, “Der Schlüssel zur Apokalypse” et “Kultus und Ort des Kultus”, lesen und vertiefen, um den nachfolgenden Text besser zu verstehen:

Die innere Reinigung

Mohammed lehrt uns im folgenden Vers, dass die Anstrengung zur Reinigung innerlich sein muss:

Koran 2; Die Kuh, 284: “… Und ob ihr kundtut, was in euren Seelen ist, oder es geheim haltet, Gott wird euch dafür zur Rechenschaft ziehen. Dann verzeiht Er, wem Er will, und bestraft, wen Er will. Und Gott hat Macht über alle Dinge”.

Das Innere zählt also. Wir werden gerichtet, über was wir in uns verbergen.

Jesus sprach zu den Pharisäern im gleichen Sinne:

Matthäus 23,25-26: “Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr haltet Becher und Schüsseln aussen sauber, innen aber sind sie voll von dem, was ihr in eurer Masslosigkeit zusammengeraubt habt.”

Von innen her sind wir gereinigt. Das Äussere ist zweitrangig. Jesus beharrt darauf, indem er sagt:

Matthäus 15,10-20: “Hört und begreift: Nicht das, was durch den Mund in den Menschen hineinkommt, macht ihn unrein, sondern was aus dem Mund des Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein… Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht… Das ist es, was den Menschen unrein macht; aber mit ungewaschenen Händen essen macht ihn nicht unrein”.

Das sind die klaren und befreienden Äusserungen von “einem Wort von sich (Gott)” (Koran 3, Familie Imran, 45).

Um zur Reinigung des Herzens zu gelangen, muss man nicht ein Schleier oder bestimmte äussere Kleider tragen, sondern sich der Gnade Gottes öffnen. Mohammed sagt:

Koran 24; An-Nur, 21: “Ihr Gläubigen tretet nicht in die Fussstapfen des Satans. Wenn einer in die Fussstapfen des Satans tritt, befiehlt er, was abscheulich und verwerflich ist. Wenn nicht Gott seine Huld und Barmherzigkeit über euch würde walten lassen, wäre keiner von euch jemals rein. Aber Gott macht rein, wen er will. Gott hört und weiss”.

Durch Zusammenarbeit mit der Gnade erreichen wir also den Zustand der Reinheit. Alles ist Barmherzigkeit.

In diesem Sinne fordert uns Mohammed auf, das “Gewand der Frömmigkeit” anzuziehen (Koran 7, Al’Araf, 26). Es ist das einzige Gewand, das Gott gefällt. Und Mohammed erklärt uns, was Frömmigkeit ist. Es ist eine spirituelle innere Dimension, und nicht Bewegungen, Gesten oder äussere Kleidung:

Koran 2; Die Kuh, 177: “Die wahre Frömmigkeit besteht nicht darin, beim Gebet das Gesicht nach Osten oder Westen zu richten, sondern darin, an Gott, den Jüngsten Tag, die Engel, das Heilige Buch und die Propheten zu glauben, gerne Spenden zu geben, um Verwandten, Waisen, Armen, mittellosen Wanderern und Bettlern zu helfen, Leibeigene freizukaufen, das Gebet zu verrichten, die Almosen-Abgaben zu entrichten, Wort zu halten und in Not, Prüfung und in Kriegszeiten geduldig auszuharren. Das sind die Rechtschaffenen, und das sind die Frommen”.

Die Frömmigkeit besteht also darin, Gutes aus Liebe zu Gott zu tun.

Dies ist das Gewand, das wir tragen müssen, um den Segen unseres Vaters zu gewinnen. Das Buch der Offenbarung betont diese Tatsache, indem es über die weisse Leinenkleidung der Sieger in der grossen Prüfung spricht: “Das Leinen bedeutet die gerechten Taten der Heiligen” (Offenbarung 19,8).

Keine Zwänge in der Religion

Der folgende Vers des Propheten Mohammed ist ein Leitwort, weil es alle Anforderungen des Gesetzes, welche für den Geist unnötige Schranken enthält, bricht:

Koran 2; Die Kuh, 255-256: “… Sein Thron reicht weit über Himmel und Erde. Und es fällt ihm nicht schwer, sie zu bewahren. Er ist der Erhabene und Gewaltige. In der Religion gibt es keinen Zwang. Der rechte Weg ist klar geworden vor der Verirrung”.

Und über das Fasten insistiert Mohammed:

“Gott will es euch leicht und keineswegs schwer machen.” (Koran 2; Die Kuh, 185)

Paulus sagt darüber:

Kolosser 2,16-23: “Wenn ihr mit Christus gestorben seid und euch von den Elementen der Welt losgesagt habt, warum lasst ihr euch dann, als würdet ihr noch in der Welt leben, vorschreiben: Berühre das nicht, iss nicht davon, fass das nicht an! Das alles wird verbraucht und dadurch vernichtet. Menschliche Satzungen und Lehren sind es. Man sagt zwar, in ihnen liege Weisheit, es sei ein besonderer Kult, ein Zeichen von Demut, seinen Körper zu kasteien. Doch es bringt keine Ehre ein, sondern befriedigt nur die irdische Eitelkeit”.

Tatsächlich sind alle diese Verbote menschliche Erfindungen. Jesus verurteilte sie, indem er den Propheten Jesaja zitierte. Dieser sagte zu seiner Zeit:

“Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen”. (Matthäus 15,1-9 / Jesaja 29,13-14).

Für diejenigen, die im Geist leben, sind Rechtsordnungen aufgehoben. Paulus sagt:

Hebräer 10,1: “Darum kann es (das Gesetz) durch die immer gleichen, alljährlich dargebrachten Opfer die, die vor Gott treten, niemals für immer zur Vollendung führen”.

Und ebenfalls:

Kolosser 2,14-15: “Den Schuldschein, der uns wegen der nicht befolgten Gesetzesvorschriften belastete, hat er für ungültig erklärt. Er hat ihn ans Kreuz genagelt und damit für immer beseitigt”.

Alle religiösen Gewohnheiten sowie der Schleier sind Teil dieser aufgehobenen Gesetzesvorschriften.

Das Gesetz überholen

Wenn nur Glaube, Liebe und die Reinigung des Herzens in den Augen Gottes zählen, warum haben Moses und Mohammed im Alten Testament und im Koran ein Gesetz oder eine Scharia gegeben?

Die Antwort wurde uns von Paul gegeben. Das Gesetz war ein Pädagoge. Es war notwendig, die Juden nach und nach auf das spirituelle Verständnis von Reinigung, Opfern, Anbetung, Tempel, Kleidung usw. vorzubereiten. Die Juden konnten zur Zeit Moses diese geistigen Realitäten noch nicht verstehen. Es war schon ein riesiger Schritt, den einen Gott und nicht mehr einer Vielzahl von Götzen anzubeten.
Die Araber der arabischen Halbinsel mussten dieselbe Entwicklung durchmachen. Deshalb enthält der Koran viele Verse, die ein der Vorschriften Moses ähnliches Gesetz auferlegen. Auch hier sollte das Gesetz als Pädagoge dienen.

Paulus erklärt den Konflikt zwischen der Ausübung des Mosaischen Gesetzes mit seinen Verboten und engen Vorschriften und dem Glauben an Christus, der uns den Heiligen Geist mitteilt und uns befreit:

Galater 3,1-29: ” Dies eine möchte ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist durch die Werke des Gesetzes oder durch die Botschaft des Glaubens empfangen?… Warum gibt euch denn Gott den Geist und bewirkt Wundertaten unter euch? Weil ihr das Gesetz befolgt oder weil ihr die Botschaft des Glaubens angenommen habt? Von Abraham wird gesagt: Er glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Daran erkennt ihr, dass nur die, die glauben, Abrahams Söhne sind… Ehe der Glaube kam, waren wir im Gefängnis des Gesetzes, festgehalten bis zu der Zeit, da der Glaube offenbart werden sollte. So hat das Gesetz uns in Zucht gehalten bis zum Kommen Christi, damit wir durch den Glauben gerecht gemacht werden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter dieser Zucht. Ihr seid alle durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus (als Gewand) angelegt. Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid “einer” in Christus Jesus. Wenn ihr aber zu Christus gehört, dann seid ihr Abrahams Nachkommen, Erben kraft der Verheissung”.

Christus hat uns somit vom “Fluch des Gesetzes” befreit (Galater 3,13).

Hier noch einige weitere Verse von Paulus, die diese Befreiung erklären:

Römer 10,4: “… Denn Christus ist das Ende des (Mosaischen) Gesetzes und jeder, der an ihn glaubt, wird gerecht”.

Galater 2,16: “… Weil wir aber erkannt haben, dass der Mensch nicht durch Werke des Gesetzes gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir dazu gekommen, an Christus Jesus zu glauben, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch Werke des Gesetzes wird niemand gerecht”.

Die geistige Entwicklung der Juden erfolgte seit der Verehrung der Götzenbilder (siehe z.B. die Episode des goldenen Kalbes, Exodus 2,32; sie verehrten das goldene Kalb in Anlehnung an den Stier Apis, der in Ägypten verehrt wurde), ging weiter durch die Anbetung des einen Gottes, zuerst durch die materielle Anbetung und das Gesetz Moses. Schliesslich mit Christus lernten sie das spirituelle Konzept der Erlösung durch den Glauben und die Werke der Liebe, wie von Paulus erklärt. Diese Entwicklung dauerte Jahrhunderte. Während dieser Jahrhunderte wurden viele Propheten von Gott gesandt, um das geistige Konzept des Fastens, der Beschneidung, des Tempels usw. zu erklären. (Siehe “Glaubensbetrachtung des Korans”, Kapitel 3.2 “Die Suche nach dem geistigen Sinn des Textes”).

Mohammed hingegen gab den Arabern die ganze Offenbarung auf einmal und auf einen Schlag.

Wie in “Glaubensbetrachtung des Korans” Kapitel 3.3 “Die göttliche Pädagogik in der Offenbarung” erklärt:

“Es war nicht möglich, den Arabern das vollkommene Licht auf einmal zu geben, weil sie den göttlichen Wahrheiten so fern waren. Im selben Masse, wie es dem menschlichen Auge, das lange Zeit in der Dunkelheit verweilte, unmöglich ist sich plötzlich und auf einen Schlag dem Lichte der Sonne zu öffnen, ohne Gefahr nichts mehr zu sehen, im selben Masse musste man das Licht stufenweise jenen geben, die lange im Dunkeln verweilten.”

Deshalb enthält der Koran Elemente des Gesetzes und Elemente der geistigen Erlösung durch Glauben und Liebe.

Unter Berücksichtigung der Mentalität seiner Zeit, gab Mohammed daher im pädagogischen Sinne auch Vorschriften. Es war gültig für eine gewisse Zeit.

Er konnte nicht sofort von Befreiung durch den Geist und Reinigung des Herzens sprechen. Niemand in seiner Zeit hätte es verstanden. Es war notwendig, zuerst die Araber vom Götzenkult abzuhalten. Gleichzeitig öffnete er den Weg für die Befreiung durch den Geist, indem er zum Beispiel vom “Gewand der Frömmigkeit”, von den guten Werke der Liebe zu Gott, sprach (Koran 2, Die Kuh, 177) und von Gottes Vergebung an diejenigen, die ihn lieben:

Koran 3; Imran Familie, 31: ” Sprich: “Wenn ihr Gott liebt, folgt mir; so wird Gott euch lieben und euch eure Sünden vergeben. Gott ist voller Vergebung und Barmherzigkeit.”

Gleichzeitig offenbart er ihnen die Wahrheit Gottes:

Koran 24; An-Nur, 25: “An jenem Tag wird Gott ihnen nach Gebühr voll heimzahlen, und sie werden erkennen, dass Gott die reine Wahrheit ist”.

Neue Zeiten

Heute, mit der Eröffnung des Buches der Offenbarung und der Aufdeckung der Identität des Tieres der Apokalypse, das “den neuen Himmel und die neue Erde” einweiht, werden Juden, Christen und Muslime alle zusammen gerufen einen neuen Schritt in Richtung geistiger Reife zu machen.

Mit dem Erscheinen des Tieres, dem angekündigten Feind Gottes, ist jeder Mann und jede Frau dazu berufen, seine Liebe zu Gott zu beweisen, indem er sich aus Gerechtigkeit gegen dieses Tier bekennt. So wird die Wahl der Auserwählten getroffen.

Deshalb richtet die Offenbarung heute an allen reinen Herzen, die das Tier der Apokalypse erkannt haben, diesen Ruf: “Komm herauf” (Offenbarung 4,1).

“Komm herauf”, um das Tier zu identifizieren und es zu bekämpfen, um die Prophezeiungen über die beiden Bestien und deren bevorstehenden Absturz zu verstehen.

“Komm herauf”, indem du auch die Vorschriften, die Kulte, die Riten und die Kleidungen überholst, um durch Liebe und Gerechtigkeit zur inneren geistigen Anbetung zu gelangen.

Wir reinigen uns innerlich, wenn wir uns gegen das Tier engagieren.

Wenn wir auf diese Stufe des Geistes aufsteigen, erreichen wir das Hochzeitsfest des Lammes (Offenbarung 19,9). Dieses Fest besteht darin, sich vom “Tisch, der vom Himmel herabsteigt” (Koran 5, Der Tisch, 112-115) zu ernähren, den Leib und das Blut Jesu als Nahrung für alle reinen Herzen, die an die offenbarte Apokalypse geglaubt und sich gegen das Tier engagiert haben (siehe Text “Das Brot des Lebens in der Bibel und im Koran”).

Mohammed sagt:

Koran 76; Der Mann, 21: ” Sie haben grüne Gewänder aus Seide und Brokat, und sie sind mit Armbändern aus Silber geschmückt, und ihr Herr wird ihnen ein reines Labsal zu trinken geben.”

Diese Kleidung aus “grüner Seide und Brokat” und diese “Silber Armbänder” sind Symbole für den inneren Reichtum der Auserwählten. Die Verkostung eines Getränks, “ein reines Labsal”, ist die Kommunion mit dem Blut Jesu, das zu unserer Reinigung gegossen wird.

Dadurch erreichen wir die Reinheit des Herzens…

Mohammed offenbart:

Koran 5; Der Tisch diente, 119: “Gott wird sprechen: “Das ist ein Tag, an dem den Wahrhaftigen ihre Wahrhaftigkeit nützen soll. Für sie gibt es Gärten, durch welche Bäche fliessen; darin sollen sie verweilen auf ewig und immerdar. Gott hat an ihnen Wohlgefallen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm; das ist die grosse Glückseligkeit.”

Im Lichte aller Heiligen Schriften sind wir alle dazu berufen, über alle Formen von Anbetung, Gesetze und engen Vorschriften hinwegzugehen, um uns mit Jesus, der zurück ist, dem geistigen Kult “im Geist und in der Wahrheit” hinzugeben. “Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten”, sagte Jesus (Johannes 4,24).

Die religiösen Vorschriften sind Teil der Alten Welt, die verschwinden muss:

“Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. Er, der auf dem Thron sass, sprach: Seht, ich mache alles neu” (Offenbarung 21,3-5).

Alkohol im Koran

Viele Moslems sind der Meinung, dass Gott im Koran jeglichen Alkohol verbietet. Andere glauben, dass ein moderater Alkoholkonsum erlaubt ist.

Was sagt die göttliche Offenbarung?

Der Prophet Mohammed sagt im Koran über Wein:
Koran II; Die Kuh, 219: “Man fragt dich nach dem Wein und dem Glücksspiel. Sag: In ihnen liegt eine schwere Sünde. Und dabei sind sie für die Menschen von Nutzen. Die Sünde, die in ihnen liegt, ist aber grösser als ihr Nutzen”.

Der Nutzen, von welchem Mohammed spricht, besteht darin, den Wein mit Mass zu trinken. Ein Glas Wein pro Tag ist gut für die Gesundheit.
Die “grosse Sünde” liegt im Übermass und in der Betrunkenheit. Mohammed warnt daher die Gläubigen vor Übermass an Wein. Er verbietet es nicht, den Wein zu berühren, wenn er in ausgewogener Weise mit Mass genommen wird, sonst hätte er nicht “von Nutzen” gesprochen.

Mohammed sagt ebenfalls:
Koran IV; Frauen, 43: “Ihr Gläubigen! Kommt nicht betrunken zum Gebet, ohne vorher zu wissen, was ihr sagt! Und nicht unrein – es sei denn, ihr geht vorüber -, ohne euch vorher zu waschen!”

Betrunkenheit ist völlig unvereinbar mit dem Gebet und dem geistigen Leben überhaupt. Mohammed warnt die Gläubigen vor solchen Verzerrungen.
Paulus tut das ebenfalls in seinem Brief an die Korinther. Er klagt die Christen, die sich versammeln, um zu essen und zu betrinken, anstatt das Mahl Jesu zu nehmen, an:

“Was ihr bei euren Zusammenkünften tut, ist keine Feier des Herrenmahls mehr; denn jeder verzehrt sogleich seine eigenen Speisen, und dann hungert der eine, während der andere schon betrunken ist. Könnt ihr denn nicht zu Hause essen und trinken? Oder verachtet ihr die Kirche Gottes? Wollt ihr jene demütigen, die nichts haben? Was soll ich dazu sagen? Soll ich euch etwa loben? In diesem Fall kann ich euch nicht loben” (1 Korinther 11,20-22).

Schliesslich sagt Mohammed noch einmal über Wein:
Koran 5; Der Tisch, 90-93: ” O ihr Gläubigen! Wein, Glücksspiele, Opfergaben auf heidnischen Opfersteinen und Lospfeile, all das ist des Teufels Werk. Ihr sollt es meiden, damit ihr erfolgreich seid…. Der Satan will durch Wein und das Glücksspiel nur Feindschaft und Hass zwischen euch aufkommen lassen und euch vom Gedenken Gottes und vom Gebet abhalten. Wollt ihr denn nicht aufhören?… Für diejenigen, die glauben und tun, was recht ist, ist es keine Sünde, etwas zu sich zu nehmen, solange sie gottesfürchtig und gläubig sind und tun, was recht ist, und weiter gottesfürchtig und gläubig sind, und weiter gottesfürchtig und fromm sind. Gott liebt die, die fromm sind”.

Dieser Text zeigt deutlich, dass die Wahl der Speise oder der Getränke nicht wichtig ist, sondern an Gott zu glauben und Gutes zu tun. Daher die dreimalige Wiederholung dessen, was wichtig ist und unsere Aufmerksamkeit erwecken sollte.

Gleichzeitig warnt Mohammed diejenigen, die zu seiner Zeit sich versammelten, um zu trinken, zu spielen, Götzen zu verehren und Wahrsagepfeile zu benutzen. Es war vermutlich zu dieser Zeit üblich, alle diese Praktiken gleichzeitig zu praktizieren. Mohammed verurteilt diese Praxis aufs Schärfste, indem er sagt, dass sie von Satan kommt und Hass verursacht.

Verbote sind normalerweise notwendig, solange die Menschen noch nicht die psychologische und spirituelle Reife haben, den richtigen Weg zu finden. Dies war der Fall der Araber aus Mohammeds Zeit, die im Überschuss von Essen, alkoholischen Getränke, Glücksspiele und Laster aller Art lebten.
Auch im Alten Testament waren die Israeliten, die in ihrem geistlichen Leben noch unreif waren, von den im Gesetz Moses enthaltenen Verboten geleitet. Wie Paul erklärt, war das Gesetz ein Pädagoge:

“So hat das Gesetz uns in Zucht gehalten bis zum Kommen Christi, damit wir durch den Glauben gerecht gemacht werden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter dieser Zucht” (Galater 3,24-26).

Da der Koran den Arabern gegeben wurde, um die Bibel zu bestätigen, erwähnen wir hier noch einige Texte des Evangeliums über Wein (siehe Text “Glaubensbetrachtung des Korans”):

  • Bei der Hochzeit von Kana verwandelt Jesus auf Bitten seiner Mutter das Wasser in einen “guten Wein” (Johannes 2, 1-12). Wein ist daher an sich nicht verwerflich.
  • Jesus ändert den mit Wein gefüllten Becher in sein Blut (Markus 14,22-25).
  • Paulus sagte liebevoll zu seinem geistigen Sohn Timotheus: ” Trink nicht nur Wasser, sondern nimm auch etwas Wein, mit Rücksicht auf deinen Magen und deine häufigen Krankheiten” (1 Timotheus 5,23).

Im Alten Testament wird ebenfalls eine Mässigung im Weingebrauch befürwortet:

  • “Auch beim Wein spiel nicht den starken Mann! Schon viele hat der Rebensaft zu Fall gebracht… Frohsinn, Wonne und Lust bringt Wein, zur rechten Zeit und genügsam getrunken. Kopfweh, Hohn und Schimpf bringt Wein, getrunken in Erregung und Zorn. Zu viel Wein ist eine Falle für den Toren, er schwächt die Kraft und schlägt viele Wunden…” (Sirach 31,25-31).
  • “Ein Zuchtloser ist der Wein, ein Lärmer das Bier; wer sich hierin verfehlt, wird nie weise” (Sprüche 20,1).
  • “Schau nicht nach dem Wein, wie er rötlich schimmert, wie er funkelt im Becher: Er trinkt sich so leicht! Zuletzt beisst er wie eine Schlange, verspritzt Gift gleich einer Viper. Deine Augen sehen seltsame Dinge, dein Herz redet wirres Zeug” (Sprüche 23,31-35).

Zusammenfassend ist Wein an sich nicht schlecht. Der Überschuss ist hingegen eine schlimme Sünde. Doch die Grenze ist nicht immer leicht zu erkennen. Wir müssen sehr wachsam bleiben. Alkohol ist ein Abgrund, der viele Seelen hinunter saugt.
Regelmässig zu viel Alkohol zu trinken, unter dem Vorwand, sich nach einem Arbeitstag zu entspannen, zerstört oft die Kommunikation in den Familien und verursacht viel Frust. Hier muss auch die Moderation herrschen. Die Grenze ist manchmal sehr subtil. Schlechte Gewohnheiten werden schnell genommen. Jeder soll sich selbst vor Gott prüfen.

Paulus sagt:

“Eure Mässigung werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe ” (Philipper 4,5).

Also sind Bibel und Koran im Einklang, um den Überfluss an Wein zu verurteilen. Ausgewogenheit und Mässigung in allen Dingen sind unerlässlich, um ein geistiges Leben, welches reich vom Wort Gottes und seiner heiligen Gegenwart ist, zu entwickeln.

Paulus fasst zusammen:

“Berauscht euch nicht mit Wein – das macht zügellos -, sondern lasst euch vom Geist erfüllen!” (Epheser 5,18)